Plakataktion Geld und Geschlecht

Geschlechtersensible Unterrichtsgestaltung in der Schuldenprävention

(Auszug aus www.learn-line.nrw.de)

Worum geht es dabei?

  • Im Schulgesetz ist die Förderung der Chancengleichheit der Geschlechter ausdrücklich als Aufgabe der Schule beschrieben.
  • Es geht um eine geschlechtersensible Ausrichtung der gemeinsamen Erziehung von Jungen und Mädchen: die Berücksichtigung der spezifischen Ausprägungen im Rollenverhalten von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern und das Aufbrechen von Stereotypien (reflexive Koedukation).
  • In aktuellen Forschungen liegt der Gender-Begriff zugrunde: Geschlecht wird als soziale Konstruktion (= gender) und damit als prinzipiell veränderbar verstanden.
  • In den letzten Jahren, besonders aber seit PISA, sind die Jungen verstärkt ins Blickfeld einer geschlechterbewussten Erziehung geraten.

Es geht nicht darum,

  • Mädchen auf ein „männliches Niveau“ zu bringen bzw. Jungen an das „vorbildhafte weibliche Veralten“ anzugleichen.
  • vermeintliche Defizite des einen oder anderen Geschlechts auszugleichen.

Für beide Geschlechter geht es darum,

  • Einen geschützten Raum zu erfahren, indem sie sich mit tradierten Geschlechterrollen auseinander setzen können, Orientierungshilfen bekommen, sich trauen, ihrer Gefühle, Probleme, Phantasien, Konflikte zu artikulieren.
  • zeitweilig in der eigenen Geschlechtsgruppe geschlechtshomogene Gruppenarbeit kennen lernen.

Damit das gelingen kann:

  • Werden MitarbeiterInnen, Lehrkräfte und Eltern als Verbündete bei der Planung und Durchführung miteinbezogen.
  • Wenn möglich Mädchengruppen von Frauen und Jungengruppen von Männern geleitet, die Partei und Vorbild sein können.
  • Ist Mädchen- und Jungenarbeit als Einheit zu sehen, die auf Zusammenarbeit und Austausch basiert.
  • In ersten Schritten geht es um eine behutsame Sensibilisierung, da dieser Bereich viel Sprengstoff beinhaltet.
  • Umgang mit Widerständen: die mit der Geschlechterthematik befassten Kolleginnen und Kollegen sind oftmals erheblichen Widerständen und Belastungen ausgesetzt wie zum Beispiel: konsequentes Ignorieren des Themas, subtil-ironische Entwertung oder lautstarke Kritik, deshalb ist ein regelmäßiger Austausch unerlässlich und wünschenswert.
  • Hilfreich ist, Distanz zum Thema zu schaffen und eher auf einer sachlich- informativen Ebene zu arbeiten.
Wenn Sie Interesse an einer geschlechtersensiblen Unterrichtsgestaltung haben, setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung.
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